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Fußball 23.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Kein Einsatz, kein Biss, keine Punkte

Nach dem Sieg gegen Türksport in der Vorwoche, der mit den letzten elf spielfähigen Spielern erkämpft worden war, konnten wir schon am Freitag mit voller Kapelle bei Wahnebergen antreten. Siebzehn Mann umfasste der Kader für das Spiel und wir konnten fast in Bestbesetzung auflaufen.

Dementsprechend viel hatten wir uns vorgenommen. Der kleine Platz in Wahnebergen ist immer schwierig zu bespielen, vor allem wenn man den Ball laufen lassen möchte und Wahnebergen macht es den Gastmannschaften durch beherzten Einsatz zusätzlich schwer, Kombinationsspiel zu entwickeln.

Da uns dies alles, zusätzlich zur Wahneberger Spielweise mit vielen langen Bällen, bewusst war, sah der Plan für das Spiel so einfach wie effektiv aus. Die Gastgeber sollten schon in der eigenen Hälfte hoch angelaufen werden, um kontrollierte lange Bälle nach vorne zu verhindern und gegnerische Ballverluste zu provozieren, um tief in der gegnerischen Hälfte Chancen zu kreieren. Bei eigenem Ballbesitz in der Defensive sollte der Ball einfach und klar in den eigenen Reihen gespielt werden, vor allem Ballverluste in der eigenen Hälfte sollten vermieden werden.

Leider war schon nach etwa fünf Minuten klar, dass die Mannschaft nichts davon umsetzen würde. Statt uns lief Wahnebergen energisch an und verleitete uns dazu, den Ball meist lang nach vorne zu dreschen. Die postwendend zurückkommenden Bälle schenkten wir meist her, indem wir viel zu passiv blieben und den Gegnern genug Zeit ließen, die langen Bälle aus der eigenen Hälfte zu verarbeiten.

Es entwickelte sich über die gesamte erste Halbzeit ein Spiel, dass von weiten Bällen geprägt war, die Wahnebergen aber weit besser in Torchancen ummünzen konnte, weil sie aktiv zum Ball gingen und durch ihr Zweikampfverhalten deutlich machten, dass sie die Pille unbedingt haben wollten. Wir hingegen blieben seltsam passiv, fast so, als wenn wir den Ball gar nicht erobern wollten. Dazu kamen noch katastrophale Abspielfehler, die teils auf Unvermögen, teils auf dem ständigen Druck der Wahneberger beruhten.

So war es nur folgerichtig, dass die Gastgeber in der 17. Minuten völlig verdient in Führung gingen. Auf der linken Abwehrseite wurde schlecht verteidigt, sodass völlig unbedrängt geflankt werden konnte, in der Mitte wurde zwar geklärt, doch genau vor die Füße eines Wahnebergers, der dann trocken aus etwa 14 Metern flach ins linke untere Eck abzog.

Auch in der Folge blieb Wahnebergen am Drücker und so entstand das 1:1 in der 28. Minute wie aus dem Nichts. Rouven schlug von der linken Seite eine klasse Flanke an den zweiten Pfosten, wo Günni den Ball hervorragend per Direktabnahme in die Maschen drosch.

Wer allerdings jetzt geglaubt hatte, dass wir aufwachen und am Spiel teilnehmen würden, der sah sich getäuscht. Nur drei Minuten Später gingen die Gastgeber wieder in Führung. Erneut wurde auf der linken Abwehrseite schlampig verteidigt, sodass Wahnebergen aus kurzer Distanz zum Schuss kam, der dann auch noch dem ansonsten stark haltenden Ianski am kurzen Pfosten durchrutschte.

In der Halbzeitpause gab es einige klare Ansagen und der Auftrag von mir an die Mannschaft, sich in Durchgang zwei von einer anderen Seite zu zeigen.

Tatsächlich wurde es aber stattdessen sogar noch schlimmer, wenn das denn überhaupt möglich war. Über die gesamt Spielzeit der zweiten Hälfte hatte man das Gefühl, als wenn meine Jungs gar nicht an der Partie teilnehmen wollten. Keine Laufbereitschaft, kein Zweikampfverhalten, äußerst passive Raumaufteilung. Wir überließen Wahnebergen komplett das Feld und beschränkten uns darauf, den Ball hinten mehr oder weniger gut zu klären. Offensiv fanden wir quasi gar nicht mehr statt. Zwischendurch hätte man auch neun Hütchen auf den Platz stellen können, das wäre ein ähnlicher Anblick gewesen. Einzig Ianski zeigte wie in den Vorwochen eine gute Leistung und der eingewechselte Jonathan überzeugte kämpferisch vollauf.

Wahnebergen konnte seine Feldüberlegenheit jedoch lange Zeit nicht nutzen, sodass es bis in die Schlussphase hinein ein überraschend knappes Ergebnis blieb. Eine andere Mannschaft hätte an diesem Tag die Unzulänglichkeiten der Gastgeber im Abschluss vielleicht noch zu einem Ausgleichstreffer ausgenutzt. Wir jedoch nicht, dazu hätte man dies aber auch wollen müssen.

So dauerte es bis zur 86. Minute, dass Wahnebergen mit einem Kopfballtreffer nach einer Ecke den Sack endgültig zu machte. Der Sieg der Heimmannschaft war allerdings auch vorher nicht wirklich in Gefahr.

Mit Ausnahme des Hinspiels gegen Hülsen II, war das Spiel am Freitag gegen Wahnebergen die schlechteste Saisonleistung. Dies lässt bei gleicher Einstellung für den nächsten Sonntag nichts Gutes erwarten. Dann geht es nach Hülsen!

Fußball 16.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Das letzte Aufgebot erkämpft verdienten Sieg

Vier Mann waren von der Startaufstellung gegen Lohberg in der Vorwoche verblieben. Insgesamt waren noch elf Spieler der ersten Herren spielfähig, als es an diesem Wochenende gegen den Türksport Verden ging. Dermaßen dezimiert, mit zwei Spielern der zweiten Herren, dem Torwarttrainer Totti und mir auf der Bank, sollten gegen den Tabellendrittletzten trotzdem drei Punkte eingefahren werden.

Bei sommerlichen Temperaturen war von Anfang an klar, dass dieses Spiel körperlich äußert anstrengend werden würde. Taktisch war von daher vorgesehen, den Ball lange in den eigenen Reihen zu halten, Angriffe ruhig auszuspielen und das Spiel möglichst breit zu machen, um den Gegner ins Laufen zu bringen.

Dies gelang in der ersten Halbzeit nur bedingt, weil wir im Spielaufbau die Bälle zu schnell wieder verloren und das, obwohl der Gegner erst spät angriff und im Mittelfeld nur wenig Zugriff zeigte. Hier stand uns vor allem die eigene Nervosität und auch das Unvermögen einen sauberen Ball zu spielen im Weg. Dadurch erarbeiteten wir uns zunächst wenig Torchancen, während der Gegner im Laufe der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel kam und auch zwei-, dreimal gefährlich vor Ianski auftauchte, der jedoch jedes Mal hervorragend parierte und uns vor einem Rückstand bewahrte.

Der erste vernünftige Spielzug von uns offenbarte dann jedoch in der 42. Minute die Anfälligkeit der Gastgeber für direktes Passspiel. Nach einer schönen und schnellen Kombination über Rouven stand Günni frei vor dem gegnerischen Torwart und netzte souverän ein. 0:1, zu diesem Zeitpunkt recht schmeichelhaft, aber psychologisch immens wichtig.

Die Halbzeitpause stand dann ganz im Zeichen der Regeneration und dem festen Willen, in Halbzeit zwei vor allem unser Aufbauspiel gegen einen Gegner zu verbessern, der weiterhin viel Platz im Mittelfeld zuließ.

Die nächsten dreißig Minuten standen dann ganz unter dieser Prämisse. Wir fanden immer besser ins Spiel, ließen den Ball laufen und konnten beobachten wie der Gegner das Fußballspielen mehr und mehr einstellte. Diese Entwicklung war sicherlich dem Umstand geschuldet, dass wir gerade einmal zwei Minuten in Halbzeit zwei benötigten, um auf 0:2 zu erhöhen. Rouven hatte auf der linken Seite extrem viel Zeit, während der Marc von Höhe der Mittellinie in den Rücken der Abwehr zum langen Pfosten laufen konnte. Die Flanke kam dann perfekt und Marc verwandelte aus kurzer Distanz.

Wir erarbeiteten uns dann in der Folge noch weitere gute Chancen, während Türksport zwischenzeitlich zu bloßen Statisten wurde. Doch Lukas, Jonah, Günni und Marc konnten leider nicht erhöhen. Stattdessen ließen wir uns von der passiven Spielweise des Gegners etwas einlullen und kassierten in der 85. Minuten aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Vom rechten Strafraumeck zog der gegnerische Spieler einfach mal ab und ließ Ianski keine Chance. Dieser konnte nur zugucken wie das Geschoss im linken Kreuzeck einschlug.

Danach entwickelte sich eine recht hektische Schlussphase, in der der Gegner noch einmal Morgenluft witterte, während wir nur schwer aus der Lethargie der letzten Minuten herauskamen. Doch mit eisernem Willen und Leidenschaft verteidigten wir den Sieg. Wie anstrengend das Ganze war, konnte man nach dem Schlusspfiff beobachten, als meine Spieler völlig erschöpft zur Mitte trotteten. Aufgrund der gewonnenen drei Punkte jedoch mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Am Freitag steht dann das Rückspiel gegen Wahnebergen auf dem Programm, bei dem hoffentlich ein ganzer Schwung kranker und verletzter Spieler wiederkommt, damit wir die nächsten drei Punkte einfahren können.

Fußball 14.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Verdiente Niederlage, aber kämpferisch gute Leistung

Das letzte Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenprimus aus Lohberg stand von Anfang an unter keinen guten Vorzeichen. Auf insgesamt fünf Stammspieler mussten wir aus den unterschiedlichsten Gründen verzichten und eine Startelf auf den Platz schicken, die in dieser Konstellation vor der Saison wahrscheinlich niemand getippt hätte.

Damit war die taktische Marschroute gegen den Favoriten klar. Spät attackieren, dann die Räume eng machen und den Gegner nicht zur spielerischen Entfaltung kommen lassen. Nach vorne sollten dann immer wieder Nadelstiche mit weiten Diagonalbällen über die gegnerische Abwehr hinweg gesetzt werden.

So entspann sich zunächst ein munteres Spielchen, mit deutlicher Feldüberlegenheit für Lohberg. Die Gäste kamen dabei zwangsläufig zu einer Reihe guter Chancen, scheiterten allerdings häufig am eigenen Unvermögen oder der vielbeinigen Defensivreihe vor dem wieder stark agierenden Ianski.

Doch auch wir schafften es das eine oder andere Mal gefährlich vor das Tor der Gäste, vor allem weil die Lohberger Abwehrreihe so ihre Probleme mit hohen Bällen zeigte. Die beste Chance für uns hatte dabei Hannes, der einen Abpraller – nachdem der einem hohen Ball entgegeneilende Torhüter der Gäste mit einem Mitspieler zusammenrasselte – auf Höhe der Mittellinie aber knapp neben das Tor setzte.

Wir konnten dem Dauerdruck der Gäste mit unserer Spielweise lange standhalten und tatsächlich fiel auch dem Gegner über weite Phasen des Spiels wenig außer weiten Bällen ein, doch nach etwas mehr als einer halben Stunde war es dann soweit. Unsere Abwehr verlor die Ordnung und mit einem Fernschuss netzte Lohberg zum 0:1. Damit ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Für den zweiten Durchgang wollten wir an Intensität und Taktik nichts ändern und hofften mit drei Wechseln auch noch einmal neuen Schwung nach vorne bringen zu können.

Dies gelang uns etwa zehn Minuten sehr gut, dann fiel jedoch in einer kleinen Druckphase von uns das zweite Tor der Gäste. Ianski hielt einen Schuss der Lohberger gut, leider prallte der Ball einem völlig frei stehenden Spieler der Gäste vor die Füße, der dann nur noch aus kurzer Distanz einzuschieben brauchte, 0:2.

Danach verloren wir mehr und mehr die Ordnung, weil uns langsam, aber sicher die Kräfte verließen und innerhalb von zwölf Minuten stellte Lohberg auf 0:5. In der 68. Minute, zehn Minuten später und noch einmal in der 80. waren unsere Reihen nicht sortiert und Lohberg nutzte dies dann eiskalt aus. Hier zeigte sich, was passiert, wenn man ihnen die Räume zum Spielen gibt.

Damit fiel das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt aber eindeutig zu hoch im Vergleich zu unserer guten Leistung in der ersten Hälfte aus, weswegen es gut für die Seele war, dass Niels nach einer schönen Kombination über Kubi und Rouven in der 88. Minute noch den Ehrentreffer erzielte.

Grundsätzlich geht der Sieg der Lohberger vollkommen in Ordnung, auch wenn er vielleicht zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Unsere Leistung vor allem in der ersten Halbzeit war unter den Gegebenheiten jedoch absolut akzeptabel und sollte uns den nötigen Schub geben, am nächsten Sonntag bei Türksport wieder ein positives Ergebnis auf den Rasen zu bringen.

Fußball 05.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter, ein Punkt

Nach dem vom Ergebnis überzeugenden Sieg in Otterstedt kam am Samstag der Tabellennachbar Wahnebergen zum Nachholspiel an den Bettenbruch.

Um unsere Serie von fünf ungeschlagenen Spielen mit einer Ausbeute von 11 Punkten auszubauen, sollte gegen den SVW ein Dreier her. Vor dem Spiel am nächsten Sonntag gegen den Klassenprimus aus Lohberg auch ein kleiner Fingerzeig, dass man nicht kampflos die Punkte abgeben will.

Eingedenk der Spielweise der Wahneberger war die Taktik klar: lange Bälle durch frühes Stören unterbinden, die gegnerische Abwehr zu Fehlern zwingen und das eigene Aufbauspiel über die Außen laufen lassen, um den Verteidigungsriegel in grün zu bezwingen.

Für diese Art des Spiels ist es jedoch unabdingbar, dass man sich bewegt, die Gegner zustellt und Zweikämpfe annimmt. All dies ließen wir in der 1. Halbzeit jedoch komplett vermissen. Stattdessen leisteten wir uns katastrophale Fehler im Spielaufbau und ließen es durch unsere Passivität immer wieder zu, dass der Gegner gefährliche Bälle über unsere Abwehr schlagen konnte, die mitunter brandgefährlich wurden.

Nach einigen guten Chancen der Gäste, die wir durch Glück und Geschick verteidigen konnten, war es dann jedoch so weit. Ein langer Ball konnte nicht richtig geklärt werden, erst durch passives Kopfballspiel, dann durch ein fulminantes Luftloch des letzten Verteidigers, und der gegnerische Stürmer ließ Ianski im 1 gegen 1 keine Chance.

Unsere Angriffsbemühungen hingegen verebbten immer wieder schon im Mittelfeld. Mal waren es technische Mängel bei Ballan – oder weitergabe, mal fehlende Anspielstationen, die immer wieder zu Ballverlusten führten, obwohl auch Wahnebergen nicht wirklich energisch im Mittelfeld deckte.

Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis das 0:2 fallen sollte. Diesmal jedoch aufgrund einer katastrophalen Fehlerkette in den eigenen Reihen. Nach einem Flachabstoß von Piddy waren es nur die Wahneberger Mittelfeldspieler die energisch zum Ball gingen und ihn postwendend zu uns in die Hälfte beförderten. Dort stand der gegnerische Stürmer mutterseelenallein, weil das Abseits immer noch von Piddy aufgehoben wurde, der nicht schnell genug rausrückte. Einmal mehr war Ianski der Leidtragende, der im direkten Duell das Nachsehen hatte.

In der Halbzeitansprache wurden dann klare Worte gefunden - vom Trainer und der Mannschaft. An dieser Stelle hätte aber auch wirklich niemand mit der gezeigten Leistung zufrieden sein können. Zusätzlich wurde noch dreimal gewechselt. Die angeschlagenen Marc, Rouven und Günni sollten wenigstens für einige Minuten neuen Druck entwickeln.

Und tatsächlich begann die zweite Halbzeit von unserer Seite aus wie ausgewechselt. Wir standen nah an den Gegenspielern, griffen früh an und spielten die Bälle in die entstehenden Lücken. Sicherlich half dabei auch die Systemumstellung auf vier zentrale Spieler, sodass wir im Mittelfeld immer genügend Anspielstationen hatten.

Den ersten Teilerfolg brachte dann aber ein Standard. Rouven brachte einen Freistoß punktgenau über die Abwehr auf Günni, der den Ball gut mitnahm, direkt abzog und den Ball im Tor versenkte. Der Torwart war dabei machtlos, da seine Abwehr die Pille noch abfälschte. 60. Minute, nur noch 1:2.

Nur fünf Minuten später waren es wieder Rouven und Günni, die die Wahneberger Abwehr aushebelten. Nach einem langen Ball auf halbrechts, nahm Günni die Kugel mit und vollendete trocken ins lange Eck, 2:2.

Danach entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem zuerst wir, zum Ende der Partie wieder die Gäste noch gute Chancen hatten. Doch auf beiden Seiten scheiterten die Offensivspieler in den meisten Fällen an den gut agierenden Torhütern, die beide mindestens einmal mit einer „geisteskranken“ Parade ihre Mannschaft vor dem Rückstand bewahrten.

Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden mit leichten Vorteilen für die Gäste auf dem Papier und zwei gelbe Karten für Eule und mich, weil wir in der Schlussphase einen kleinen Disput mit dem Schiedsrichter hatten.

Nun geht es diese Woche mit einer leider wieder stark dezimierten Elf gegen den Tabellenführer aus Lohberg, bei dem schon ein Punktgewinn ein Riesenerfolg wäre.

Fußball 26.04.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Die Einwechselspieler machen den Dreier fest

Nach dem knappen Sieg gegen Thedinghausen vor zwei Wochen, hatte die Mannschaft erst einmal eine trainingsfreie Woche bekommen, um den vielen Erkrankten und Angeschlagenen die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen.

Leider ging der Plan nur bedingt auf, da uns Corona einen Strich durch die Rechnung machte, sodass auch beim Auswärtsspiel in Otterstedt wieder einige Spieler auf der Bank saßen, die nicht vollkommen fit waren.

Das Finden der Startelf gestaltete sich deshalb auch mehr wie ein großes Puzzle-Spiel, als dass es ausgefeilten taktischen Überlegungen oder Trainingseindrücken geschuldet war. Nichtsdestotrotz war die Ansage vor dem Spiel klar, ein Sieg sollte her.

Über die Motivation musste ich mir dabei keine Gedanken machen, zu tief saß noch die Enttäuschung über die unglückliche Niederlage im Pokalviertelfinale.

Taktisch unterschied sich die Aufstellung etwas von denen in den Vorwochen, einfach weil mir schlicht und ergreifend die zentralen Mittelfeldspieler ausgegangen waren. So wurde nach langer Zeit wieder mit einer Spitze und zwei Außenspielern angefangen, wobei die grundsätzliche Herangehensweise gleich blieb: Den Gegner hoch anlaufen, Ballverluste erzwingen und dann schnell umschalten und schnörkellos zu Torabschluss kommen.

Dies gelang uns in der ersten Halbzeit jedoch überhaupt nicht. Vor allem im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe nicht gut angenommen und so bekam Otterstedt den Platz, den sie brauchten, um ihre schnellen Außenspieler in Aktionen zu bringen. Mehrmals kamen sie so mit Flanken gefährlich vor unser Tor und nur dem unbedingten Willen der Verteidigung plus Torwart und dem Unvermögen des Gegners war es geschuldet, dass wir nicht in Rückstand gerieten.

Auf der anderen Seite kamen allerdings auch wir immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor, wobei vor allem Ecken das Mittel der Wahl waren, bei dem wir unsere Luftüberlegenheit jedoch nicht ausnutzen konnten. Einem Tor am nächsten kam dabei noch Steen, der nach einer Ecke am höchsten stieg, schön gegen die Laufrichtung des Torwarts köpfte, dessen Ball aber von einem Gegenspieler per Kopf von der Linie gekratzt wurde.

Ungefährlich blieb über weite Strecken der ersten Halbzeit hingegen unser Flügelspiel, weil die Außenspieler zu weit in der gegnerischen Hälfte standen und ihre Geschwindigkeit nicht ausspielen konnten. Etwas, das Otterstedt um Längen besser machte.

Erst in der 32. Minute schafften wir es einmal, den Ball aus der Tiefe auf dem Flügel ins Rollen zu bringen. Niels schnappte sich an der Mittellinie den Ball, überlief dann mühelos seinen Gegenspieler und flankte scharf vor das Tor, wo Timo zunächst verpasste, Serhat dann aber am langen Pfosten gekonnt einnetzte, 1:0.

Für die zweite Halbzeit war die Ansage in der Kabine dann klar: Intensiver in die Zweikämpfe, über außen mehr Aktionen der Außenverteidiger und variableres Stellungspiel der Offensivspieler. Dazu wurden Marc und Lukas eingewechselt, die neuen Schwung ins Spiel bringen sollten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte man sofort sehen, dass die Mannschaft mit neuer Energie aufs Feld kam, was schon nach nur drei Minuten belohnt wurde. Jonah eroberte vor dem Strafraum der Gäste den Ball, umkurvte einen Gegenspieler und schoss den Ball von rechts ins lange Eck. Allerdings war die Murmel durchaus haltbar, egal, 2:0 für uns.

Danach kam Otterstedt zu keinen nennenswerten Aktionen mehr und wir übernahmen komplett das Spiel. Dabei erarbeiteten wir uns eine Reihe guter Chancen, entweder über die Flügel oder nach Standards, doch vor allem Steen hatte an diesem Tag das Pech gepachtet und vergab einige Hochkaräter.

Besser machte es dann in der 61. Minute Marc. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Jonah, stand Marc am langen Pfosten völlig frei und köpfte den Ball überlegt ins Tor, 3:0. Zwölf Minuten später zurrte Lukas dann den Sieg fest. Scheerer schnappte sich auf der rechten Seite den Ball, ließ sehenswert zwei Gegenspieler alt aussehen und brachte dann den Ball vor das gegnerische Tor. Dort schoss Jonah dann aus kurzer Distanz den Torwart an, Marc legte den Abpraller überlegt rüber zu Lukas, der dann nur noch einschieben musste.

Und nur zwei Minuten später setzte es dann noch das 5:0. Nach einer Ecke von Jonah, der ein wirklich gutes Spiel machte, kam Janne an den Ball, den er dann ohne viel Federlesens wuchtig in den linken Winkel drosch.

Das Spiel war gegessen und beide Mannschaften wussten es. Bei meinen Jungs führte dies jedoch zu taktischen Auflösungserscheinungen, weil nun jeder treffen wollte und so liefen wir in der 77. Minute in einen Konter der Hausherren, den sie im eins gegen eins gegen Ianski sicher verwandelten. Dieser überflüssige Gegentreffer führte zwar nicht dazu, dass in den letzten Minuten noch Spannung aufkam, aber auf dem Feld wurde es innerhalb der Mannschaft noch einmal griffig.

Etwas, das man als Trainer in so einer Situation gerne sieht, weil es zeigt, dass die Mannschaft lebt und nicht damit zufrieden ist, wenn vor dem Abpfiff die Konzentration fallen gelassen wird.

Abschließend kann man sagen, dass der Sieg, vor allem mit Blick auf die zweite Halbzeit, auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung geht. Den Schwung und die Einstellung des zweiten Durchgangs müssen jetzt für das Spiel am kommenden Samstag mitgenommen werden, um den Tabellennachbarn Wahnebergen ohne Punkte vom Bettenbruch zu schicken.

Fußball 12.04.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Gute Leistung, unnötig spannend bis zum Schluss

Die Woche nach dem katastrophalen Spiel gegen Blender stand ganz unter dem Vorzeichen der Wiedergutmachung. Der unerklärliche Leistungsabfall in der zweiten Hälfte wurde aufgearbeitet und analysiert und im Training wurde gut gearbeitet. Leider war diese Woche aber auch eine Woche der Verletzungen. Insgesamt acht Ausfälle mussten im Vorfeld des Spiels gegen Thedinghausen kompensiert werden, dazu saßen noch vier angeschlagene Spieler auf der Bank, bei denen es nicht klar war, ob sie überhaupt würden spielen können.

Trotzdem hieß auch in diesem Spiel bei Anpfiff die Devise mutig vorne drauf zu gehen und den Gegner früh unter Druck zu setzen. Und gleich mit der ersten Aktion wurden wir dafür belohnt. Lasse eroberte tief in der Hälfte der Gegner den Ball, steckte sofort auf Jonah durch, der setzte sich gut durch und vollendete sicher, 1:0 nach etwa 30 Sekunden!

In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit wenigen Höhepunkten, beide Mannschaften kamen immer mal wieder gefährlich in die gegnerische Hälfte, scheiterten dann aber den jeweiligen Defensivreihen. Thedinghausen operierte dabei vor allem mit hohen, langen Bällen auf ihre schnellen Außenstürmer, während wir versuchten den Ball etwas mehr laufen zu lassen, um dann allerdings auch häufig über außen gefährlich zu werden. Vor allem Lukas hatte noch zwei gute Chancen, wobei er bei der zweiten den besser postierten Tamim übersah. Vom Pressing der Anfangsminuten war allerdings erneut für den Rest der Halbzeit wenig zu sehen, was mich an der Seite die Haare raufen ließ, denn der Gegner war unter Druck höchst Fehleranfällig, was wir nach der ersten guten Aktion aber nicht mehr auszunutzen wussten.

Etwa 30 Sekunden vor der Halbzeit dann aber noch eine wichtige Aktion für uns. Einen hohen Ball verlängerte Lukas auf Rouven, der legte sich den Ball noch einmal quer und schoss dann platziert ins rechte untere Eck. 2:0 für uns, doch dieser Ball war absolut haltbar.

In der Pause war die Marschroute klar: Den Gegner wieder unter Druck setzen und den Schwung des zweiten Tores mitnehmen. Gleichzeitig wurden die Jungs noch einmal daran erinnert, dass eine zweite Halbzeit wie in Blender absolut zu verhindern sei.

Diesmal hatten sie es kapiert. Wir gingen wieder früh drauf, attackierten den Gegner hoch und ließen in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit außer Standards und hohen Bällen nichts zu. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schickte Mathis Scheerer, der mittlerweile weiter vorne spielte, der nahm genau Maß und drosch den Ball in die Maschen, 3:0 für und nach 57 Minuten.

Eigentlich war das Spiel in dieser Phase der Partie gegessen. Wir bauten Druck auf, schossen das dritte Tor und der Gegner agierte zusehends ungenauer. Doch wie so oft verschafften wir dem Kontrahenten durch eigene Fehler wieder Aufwind. Nur acht Minuten nach dem 3:0 ging Hannes etwas unglücklich in den Zweikampf - Elfmeter. 3:1, Thedinghausen schnupperte Morgenluft. Zwar konnten wir die folgenden Angriffe zumeist gut abwehren, mittlerweile jedoch zu häufig auf Kosten einer Ecke oder eines Foulspiels.

Daraus resultierte dann in der 85. Minute auch der Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß will Steen klären, schießt den Gegenspieler an und vom diesem prallt der Ball in unser Tor. Allerdings verloren wir diesmal nicht die Nerven und spielten weiter passsicher nach vorne. Nur drei Minuten später stand Marc nach einer feinen Kombination über Lukas und Jonah völlig frei vorm Tor, 4:2.

Ausruhen konnten wir uns trotzdem noch nicht. Nach einer Ecke für uns, verloren wir dumm den Ball, die Gegner spielten den Konter schnell aus und erzielten freistehend vor Ianski das 4:3. Vorbei war dann immer noch nicht. In der Schlussminute bekam Thedinghausen noch einen Freistoß in Straufraumnähe, in diesem Spiel immer gefährlich für uns. Diesmal konnten wir jedoch klären, Jonah nahm den Ball auf und stürmte allein auf das leere Tor der Gäste zu. Allerdings sah er nicht, dass der Torwart für den Freistoß mit nach vorne gekommen war und verpasste das sichere Tor. Zum Glück für meine Nerven hatte der gute Schiedsrichter dann ein Einsehen und beendete die Partie.

Der Sieg geht aufgrund der Leistung meiner Jungs völlig in Ordnung, die unnötige Spannung in der Schlussviertelstunde hätten wir uns aber sparen können. Jetzt geht es nach der Osterpause nach Otterstedt, wo wir nach dem unglücklichen Pokalaus noch eine Rechnung offen haben.

Fußball 05.04.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Nach gutem Beginn führt ganz schwache Leistung zu glücklichem Unentschieden

Im Vergleich zum siegreichen und spielerisch-tatktisch hervorragenden Spiel gegen Riede II in der Vorwoche gab es keinen Grund für Änderungen, weswegen wir mit derselben Startelf zum Schlusslicht nach Blender fuhren. Die Marschroute vor dem Spiel war klar, die gleiche Leistung in allen Belangen wie am vorigen Sonntag abrufen und drei wichtige Punkte mit nach Hause nehmen.

Und schon in der ersten Minute schien es, als hätte die Mannschaft verstanden, worum es geht: Direkt nach dem Anstoss eroberte Rouven am gegnerischen 16er den Ball, setzte seinen Schuss dann jedoch neben den langen Pfosten. In den folgenden zwanzig Minuten setzte es durch starkes Pressing mehrere weitere gute Chancen, doch vor allem Rouven fehlte diesmal Glück und Können im Abschluss.

Danach ließen wir es etwas ruhiger angehen und auch Blender kam zu einigen gefährlichen Vorstößen, die jedoch zumeist unterbunden werden konnten, bevor auf das Tor von Lukas geschossen werden konnte. Kurz vor der Halbzeit kam dann Kubi noch zweimal einen Tick zu spät an einen langen Ball, um diesen kontrolliert auf das gegnerische Tor zu bekommen.

Für die zweite Halbzeit sollte der Druck wieder erhöht werden, um endlich das verdiente Führungstor zu erzielen, doch was dann folgte, war nicht mehr und nicht weniger als eine Frechheit. Von Beginn des zweiten Durchgangs an überließen wir dem Gegner komplett das Feld, zogen uns unerklärlicher Weise tief zurück und schafften es überhaupt nicht mehr, Druck auf den ballführenden Spieler aufzubauen. Von Geleitschutz zu reden, wäre bei diesem Zweikampfverhalten noch schmeichelhaft. Dazu kamen mehr und mehr individuelle Fehler, die zu zum Teil haarsträubenden Ballverlusten führten. Dies eröffnte Blender immer wieder gefährliche Momente, die entweder im letzten Moment von der Abwehr oder Lukas entschärft werden konnten. In der 80. Minute jedoch nur noch durch regelwidriges Eingreifen. Nach einem vermeidbaren Ballverlust im Mittelfeld wurden zwei Blenderaner in Richtung Tor geschickt und Tjarde konnte nur noch mit einer riskanten Grätsche versuchen zu klären. Der Schiedsrichter entschied auf Foulspiel und damit einhergehend auf Rot als letzter Mann.

Trotzdem sah es für die letzten zehn Minuten nach einem 0:0  in einem schlechten Spiel aus, als Blender, begünstigt durch einen Torwartfehler in der 89. Minute das 1:0 erzielte. Einen langen Ball ließ Lukas prallen, die Abwehr schaute zu und der Gegner bedankte sich aus kurzer Entfernung.

Trotz der miserablen zweiten Halbzeit wurde dann jedoch nicht aufgesteckt und noch einmal alles nach vorne geworfen und nach einem scharfen Freistoß Rouvens in Höhe der Eckfahne, bugsierte ein Blenderaner den Ball in das eigene Tor.

Ein insgesamt gerechtes in seinem Verlauf aber doch etwas glückliches Unentschieden nehmen wir nun aus Blender für das nächste Spiel gegen Thedinghausen mit. Nach diesen zwei absolut gegensätzlichen Spielen gegen den Tabbelndritten und das Schlusslicht ist nun am kommenden Sonntag die Mannschaft in der Pflicht zu entscheiden, welches Gesicht sie auf lange Sicht zeigen möchte.

Fußball 29.03.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Starke Leistung führt zum verdienten Sieg

Nach dem eher enttäuschenden Unentschieden in der Vorwoche gegen Langwedel-Völkersen III ging es an diesem Sonntag gegen den Tabellendritten aus Riede. In der Trainingswoche hatten wir einige Dinge angesprochen und gut trainiert und nach einem klaren Sieg im Pokal und einem für den Gegner schmeichelhaftem Unentschieden im Hinspiel, rechneten wir uns gegen die weit in der Tabelle vor uns stehenden Rieder durchaus etwas aus.

Etwas ernüchtert waren mein Co-Trainer und ich dann jedoch über die in manchen Teilen doch recht unerfreuliche Vorbereitung auf das Spiel. Manche Spieler schienen den Ernst der Lage, in der wir uns befinden, noch nicht ganz verstanden zu haben und so schwante uns Böses, vor allem da beim Warmmachen nur wenig Spannung auf dem Platz zu fühlen war.

Eine klare Ansage vom Trainer, eine vom Kapitän und einen Anpfiff später, waren jedoch alle Zweifel verflogen. Die Mannschaft trat konzentriert und bissig auf, ließ dem Gegner keinerlei Raum zum Spielen und eroberte die Bälle früh in der gegnerischen Hälfte. Zum ersten Mal in dieser Saison setzten wir geschlossen das um, was wir uns eigentlich immer vornehmen: Den Gegner früh attackieren, zu Fehlern zwingen und dann schnell umschalten und eisklat zuschlagen.

Der Führungstreffer von Rouven war dann quasi eine Blaupause dieses Plans. Lasse ging vor dem gegnerischen Strafraum energisch auf den Defensivspieler rauf, eroberte den Ball, steckte durch zu Rouven und der vollendete sicher im eins gegen eins ins lange Eck.

In der Folge davon ließen wir es etwas ruhiger angehen, boten dem Gegner mehr Raum und sparten Kräfte. Dies führte zwar dazu, dass Riede zu der einen oder anderen Chance kam, doch grundsätzlich stand auch in dieser Phase die Abwehr sicher. Zukünftig sollte die Druckphase jedoch sicher länger aufrecht erhalten werden.

Mit einer verdienten, doch noch immer knappen Führung ging es in die Pause. Im Gedanken an das eine oder andere Saisonspiel, in dem wir nach einer Klassevorstellung und einer 1:0 Führung das Spiel noch aus der Hand gegeben hatten, war die Marschroute für die zweite Halbzeit klar. Sofort wieder Druck aufbauen, den Gegner nicht ins Spiel lassen.

Nach zehn Minuten trug diese Herangehensweise Früchte. Der gegnerische Tor wurde zu einem Ausflug aus dem Strafraum gezwungen, weil Kubi konsequent den Ball erlaufen wollte. Den Befreiungsschlag eroberte sich Rouven an der Mittellinie, schaltete blitzschnell und mit einem fantastischen hohen Ball bugsierte er die Pille aus über 50 Metern ins Netz: 2:0!

Und nur drei Minuten später legten wir sofort nach. Auf Höhe der Mittellinie erzwangen wir ein gegnerisches Foul und Rouven brachte den Freistoß hoch auf den zweiten Pfosten. Dort rutschte er durch zu Jonah, der aus spitzem Winkel überlegt ins lange Eck traf.

Kurz vor Schluss setzten wir dann noch einen drauf. Nach einem abgewehrten Angriff der Gäste ging es ganz schnell. Lukas brachte den Ball zu Rouven, der verzögerte kurz und schob dann durch die Abwehr zum aus der Tiefe der eigenen Hälfte startenden Jonah. Dieser setzte sich gut gegen seinen Gegenspieler durch und verwandelete dann eiskalt im 1 gegen 1.

Riede kam während der gesamten Spielzeit zwar immer mal wieder in unsere Hälfte, doch fast immer war spätestens am 16er Schluss und die einzige Gefahr ging von den doch recht vielen Ecken des Gastes aus. Es stimmte einfach die defensive Grundeinstellung und der unbedingte Wille war zu spüren, diesem Gegner heute keinen Treffer zu erlauben. Sinnbildlich dafür die letzte Aktion des Spiels: Riede kam mit einem durchgesteckten Pass vor das Tor, den Tjarde zwar abfangen konnte, der ihm aber unglücklich wegprallte. Noch im Fallen versuchte er den Ball mit dem Kopf vor dem Gegner wegzuspitzeln, was nicht gelang, doch dann kam Piddy von hinten angerauscht und blockte den Schuss ab.

Insgesamt war es intensives Spiel, mit schön anzuschauenden Toren und einer kämpferisch herausragenden Leistung meiner Mannschaft. Wichtig ist jetzt jedoch, genau diese Leistung in der nächsten Woche wieder auf den Platz zu bringen, wenn es gegen den Tabellenletzten aus Blender geht. Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, jetzt einmal so gespielt zu haben, wie wir es eigentlich immer möchten. Diese Leistung muss wiederholt werden und zwar jedes Spiel!

Fußball 22.03.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Chancenwucher in der 1. Halbzeit wird bestraft

Nach den beiden Auftaktpleiten gegen Achim und Holtebüttel reiste die Mannschaft nach Langwedel mit dem klaren Vorhaben, sich die ersten drei Punkte der Rückrunde zu sichern.

Und zunächst sah auch alles so aus, als würde dies klappen. Der Gegner wurde früh unter Druck gesetzt, das Spiel nach dem Ballgewinn schnell gemacht und dann der Abschluss gesucht. So kamen wir in den ersten 45 Minuten zu zahlreichen guten Einschussmöglichkeiten, die jedoch samt und sonders zum Teil kläglich vergeben wurden. Niels, Kubi, Steen, Jonah, Rouven - alle verfehlten, mal knapp, mal kläglich, das Langwedeler Tor.

So kamen wir erst kurz vor Pausenende zur mehr als verdienten Führung und dieser Ball hätte nicht drin sein müssen. Rouven eroberte im Mittelfeld den Ball, dribbelte sich in eine gute Schussposition bei etwa 25 Metern und zog einfach mal ab. Den etwas flatterigen Ball ließ der gegnerische Torwart dann durch die Arme flutschen, der wäre sicher haltbar gewesen.

In Halbzeit zwei wollten wir den Druck auf den Gegner noch weiter erhöhen und die nicht zu übersehenen Schwächen der gegnerischen Abwehr weiter ausnutzen.

Doch es kam, wie es im Fußball bei sowas häufig kommt. Die Gäste traten nach der Pause giftiger auf, auch verbal, und davon ließen wir uns unnötiger Weise anstecken, was dann immer wieder zu vermeidbaren Fouls führte. Einen der daraufhin fälligen Freistöße platzierten die Hausherren von halb links schön vor das Tor und die Kugel segelte durch alle Mann zum gegnerischen Stürmer, der nur noch einzunetzen brauchte.

Ab da wurde das Spiel auch von uns deutlich zerfahrener und wir ließen es häufiger zu, dass Langwedel zum Schuss kam - etwas was in Halbzeit eins eigentlich gar nicht vorkam. Zwar konnten auch wir uns noch Chancen erspielen, doch deutlich weniger als im ersten Durchgang und die eklatante Abschlussschwäche blieb bestehen.

Einen der Vorstöße der Langwedeler konnten wir dann in der 75. Minuten nur durch ein Foulspiel stoppen, dies war jedoch im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelten die Hausherren sicher.

Diesen Nackenschlag mussten wir erstmal wegstecken. Doch anders noch als zu Beginn der Saison oder in den Spielzeiten davor, konnte man sehen, welche Entwicklung die Jungs hinter sich haben. Keiner steckte auf und mit Macht wurde auf den Ausgleich gedrängt. Dies passierte zwar häufig noch zu planlos, doch der Wille war da. Und wurde mit dem Schlusspfiff belohnt! Steen verlängerte einen Abstoß mit dem Kopf, Scheerer leitete den Ball direkt in die Gasse weiter und Jonah setzte sich mit einer Energieleistung gegen den gegnerischen Abwehrspieler durch und spitzelte mit der Pike den Ball am Torwart vorbei ins Netz.

So ist dieser Punkt zwar weniger als wir uns erhofft hatten und sicherlich zu wenig, wenn man sich die erste Halbzeit anschaut, aber den Ausgleich kurz vor Schluss noch markiert zu haben und zu wissen, dass man nie aufgegeben hat, dass sollte man in das nächste Spiel egegn Riede II am Sonntag mitnehmen.

Fußball 08.03.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Zehn Minuten reichen Achim, um das Spiel auf den Kopf zu stellen

Nach der langen Winterpause ging es am letzten Wochenende mit einem Nachholspiel endlich wieder los. Und obwohl die Hinrunde alles andere als optimal verlaufen ist und mit der Niederlage im Pokal der Jahresabschluss denkbar schlecht ausfiel, waren meine Jungs bis in die Haarspitzen motiviert. Man merkte ihnen an, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten.

Taktisch hatten wir uns auf einen unangenehmen Gegner mit einer starken Offensive eingestellt, der körperbetont spielen, in der Abwehr aber anfällig für schnelles, direktes Spiel sein würde.

Folgerichtig versuchten wir den Achimern durch eine aggressive Spielweise und hohes Anlaufen schon früh den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Dies gelang in der ersten Halbzeit meistens sehr gut. Wir hatten frühe Balleroberungen, ließen dem Gegner keinen Platz zum Spielen und fingen die in der Folge davon gespielten langen Bälle sicher ab. Nur gelegentlich rutschte mal einer durch, doch gelang es uns die daraus entstehenden brenzligen Situationen rechtzeitig zu entschärfen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Lukas im Tor ein sehr gutes Spiel ablieferte.

Gleichzeitig kamen wir zu guten Abschlüssen, wenn wir schnell durch die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr spielten. So scheiterte Günni mehrmals am gegnerischen Torwart. Darüber hinaus verpassten wir es leider häufig, weitere Chancen herauszuspielen, weil uns zu viele Fehler im Spielaufbau unterliefen. Meistens waren es technische Unzulänglichkeiten bei der Ballannahme oder unbedrängte Fehlpässe. So verpassten Niels, Kubi, Steen und Jonah mehrmals, den Ball nach der Eroberung in eine aussichtsreiche Position zu bringen.

In der 29. Minuten fand ein langer Ball über die gegnerische Abwehr jedoch Günni, der in dieser Situation die Nerven behielt und souverän flach ins Eck einnetzte. Das 0:1 war zu diesem Zeitpunkt hoch verdient und gleichzeitig auch der Pausenstand.

Nach der Pause kam Achim mit viel Elan aus der Kabine und erspielte sich in den ersten fünfzehn Minuten eine klare Feldüberlegenheit, die auch in zwei, drei guten Chancen mündete, welche Lukas jedoch erstklassig entschärfen konnte. Unsere eigenen Offensivbemühungen blieben jedoch trotz des Ansturms vorhanden und zur Mitte der zweiten Halbzeit erlahmte das Angriffsspiel der Achimer wieder. In diese Phase fiel dann auch ein Traumtor von Günni. Von Steen wurde ihm der Ball durchgesteckt und aus etwa 35 Metern überlupfte er den zu weit vor seinem Tor stehenden Achimer Keeper. Das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt entschieden.

Doch nur drei Minuten später, in der 70., klärten wir eine Ecke der Achimer nicht richtig und der Ball fiel etwa 25 Metern vor dem Tor einem aufgerückten Verteidiger der Platzherren vor die Füße. Dieser zog einfach mal ab und mit einem regelrechten Sonntagsschuss landete das Ding unhaltbar für Lukas im Ecke: 1:2.

Wir verloren daraufhin etwas den Faden, doch noch ohne nennenswerte weitere Chancen der Gastgeber zuzulassen. Gefahr brachte erst in der 79. Minute wieder eine Ecke. In genauer Wiederholung des Anschlusstreffers schafften wir es nicht den Ball zu klären, in fast identischer Position bekam der Torschütze des 1:2 den Ball, wieder gelang es uns nicht, ihn vernünftig zu stören und mit seinem zweiten Kracher stellte er auf Unentschieden.

Nun wurde meine Mannschaft nervöser und Ballverluste und Fehlpässe häuften sich. Trotzdem hatten wir noch eine herausragende Chance durch Andi. Nach einer Flanke kam er durch einen Abpraller völlig frei aus fünf Meter zum Abschluss, drosch den Ball jedoch in die Wolken. Das hätte das 2:3 sei müssen!

Stattdessen fuhren die Gastgeber im Gegenstoß einen schnellen Konter, den wir nur halbherzig zu unterbinden versuchten. Fast ohne Gegenwehr konnten sie sich bis in den Strfraum kombinieren und ließen Lukas beim eins gegen eins keine Chance: 3:2 für Achim.

Danach hatte das Spiel keine Höhepunkte mehr zu bieten. Achim spielte auf Zeit und wenn uns die Balleroberung gelang, spielten wir viel zu fahrig, um noch mal gefährlich vor das Tor zu kommen.

So muss man leider konstatieren, dass wir trotz einer starken Leistung über 70 Minuten mit leeren Händen aus Achim zurückkommen, weil wir zum Ende der Partie hin unkonzentriert und mit ungenügendem Einsatz versucht haben das Spiel über die Runden zu bringen. Gegen einen Gegner, der bis zur 90. Minute an seine Chance glaubt, ist das dann zu wenig.

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