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Fußball 30.06.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Vorbereitungsbeginn

Am Freitag, 01.07.2022 startet die 1. Herren des TSV Dauelsen in die Vorbereitung zur neuen Saison 22/23. Interessierte Spieler sind mittwochs und freitags ab 19.00 Uhr am Bettenbruch herzlich willkommen!

Fußball 02.06.2022 von Günter Gitz

TSV Dauelsen setzt langfristige Ziele im Fußball

Vier Jahre ist es mittlerweile her, seit die letzte Jugendmannschaft des TSV Dauelsen in den Herrenbereich aufgestiegen ist. Was eine so lange Durststrecke mit einem kleinen Amateurverein anrichten kann, hat man am Bettenbruch in den letzten Spielzeiten hautnah erleben müssen. Zunächst der Abstieg aus der Kreisliga, verbunden mit dem Wechsel einiger Leistungsträger zu ehemaligen Ligakonkurrenten. Danach zwei Corona geplagte Spielzeiten, in denen vor allem ältere Spieler aufgehört haben und nur wenig neue Kicker dazu kamen. Die Kader der beiden Herrenmannschaften wurden von Jahr zu Jahr dünner und auch qualitativ zeigte die Entwicklung insgesamt nicht unbedingt nach oben, zu häufig mussten Abgänge aus der ersten Herren durch Spieler aus der Reservemannschaft kompensiert werden.

Zwar konnte die 1. Herren zur aktuellen Saison einen konkurrenzfähigen Kader mit vielen jungen, motivierten Spielern zusammenstellen, doch die Qualität, die es für einen Aufstieg gebraucht hätte, muss sich erst entwickeln.

Da kommt es wie gerufen, dass in den nächsten beiden Jahren junge Kicker bereitstehen, die den Sprung in den Herrenbereich wagen wollen. Denn erstmals seit langer Zeit gibt es am Bettenbruch wieder Mannschaften im U18/19 - Bereich, deren Spieler ihrem Verein auch nach der Jugend die Treue halten wollen.

Quantitativ sieht es also endlich mal wieder rosig in Dauelsen aus, auch weil man mit dem SV Holtebüttel einen Nachbarverein für eine Spielgemeinschaft im Reservebereich gefunden hat, bei der beide Vereine durch einen kontinuierlichen Trainings- und Spielbetrieb der 2. Herren nur profitieren können.

So viele neue, junge Spieler bieten auf der einen Seite eine Chance, auf der anderen sind sie aber auch eine Herausforderung. Denn gerade der Sprung vom Jugend- in den Herrenbereich ist für viele Kicker ein besonders großer und so brauchen sie häufig eine oder zwei Spielzeiten, um sich an die höhere Intensität und Körperlichkeit zu gewöhnen.

Diese Zeit will ihnen das Trainerteam um Jörn Liegmann, mit seinem Co-Trainer Patrick Düsselbach und dem Torwart-Trainer Patrick Balczerzack gerne geben: „Für uns sind die nächsten zwei bis drei Spielzeiten ganz dem Aufbau eines jungen, hungrigen Teams gewidmet, dass bei einem etwaigen Aufstieg in die Kreisliga auch konkurrenzfähig ist.“

Spaß soll der Fußball den jungen Spielern machen und das ist meistens dann so, wenn man gewinnt. Das man das in der 1. Kreisklasse kann, hat man in dieser Saison trotz teilweise exorbitanter Ausfälle durch Verletzung oder Krankheit bewiesen. Zwar ist der aktuelle 7. Tabellenplatz nicht der vor der Saison angestrebte Platz unter den Top 5, doch unter Berücksichtigung der Umstände akzeptabel.

Nun soll es im Einvernehmen mit dem Vorstand darum gehen, das aktuelle Team zu stabilisieren, die Spieler aus dem Jugendbereich zu integrieren und in den nächsten fünf Jahren den Aufstieg anzupeilen. Dann mit einer Mannschaft, die auch in der Kreisliga Spaß haben kann, weil sie Spiele gewinnt.

Dabei kann das Trainerteam auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückblicken. Alle drei haben in Dauelsen in der 1. Herren die „guten“ Zeiten in der Kreisliga erlebt, Trainer Liegmann sogar den Pokalsieg 2012 und war später für die 2. Herren als Spieler und Trainer aktiv und ist seit nunmehr drei Jahren für die 1. Herren in der Verantwortung. Düsselbach kann sich auf die Fahne schreiben, den letzten U18 - Durchgang trainiert zu haben, der vor vier Jahren mit vielen Spielern die Herrenmannschaften verstärkt hat, sowie in der aktuellen Halbserie auch die Verantwortung für die jetzige U18 zu haben, die zum Winter in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Patrick Balczerzack wiederum bringt Erfahrungen aus der 1. Herren in Etelsen mit, welche er an die Torleute des Vereins weitergeben will.

Dabei setzen die Drei auf eine Mischung aus Spaß und Ernsthaftigkeit: „Die Gemeinschaft wurde in Dauelsen schon zu unseren Zeiten immer großgeschrieben und so wollen wir es auch jetzt halten. Man muss zwar keine „11 Freunde“ sein, um mal einen großen Trainer des Fußballs zu zitieren, aber die Mannschaft muss sich als Einheit sehen, in der jeder für den anderen in die Bresche springt.“

Dies gelingt durch die Festlegung klarer, gemeinsamer Ziele, die Fähigkeit sich während des Trainings und des Spiels auf den Fußball zu fokussieren und nicht zuletzt durch eine Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls auch abseits des Platzes.

In eine gut funktionierende Mannschaft, kann man neue Spieler besser integrieren, so das Credo des Trainerteams. Dann ist es auch leichter Spielideen, taktische Marschrouten und neue Fähigkeiten zu vermitteln, denn alle ziehen an einem Strang.

Natürlich sind abseits der Jugendspieler aus den eigenen Reihen, auch Spieler von anderen Vereinen herzlich eingeladen, den Mannschaften des TSV Dauelsen beizutreten. Wenn du also einen Verein suchst, der die Gemeinschaft großschreibt, dabei aber den Fokus auf sportlichen Erfolg nicht aus den Augen verliert, du Lust darauf hast, Teil eines jungen Teams zu werden, das eine Perspektive für mehrere Jahre gemeinsamen Fußball hat und du dich langfristig in der Kreisliga siehst, dann melde dich beim Trainerteam oder komme einfach mittwochs und freitags um 19.00 Uhr zum Training.

Fußball 31.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Verdienter Punktgewinn in letzter Minute gestohlen

Nach der desaströsen Leistung gegen Wahnebergen ging es an diesem Sonntag gegen den Tabellenzweiten aus Hülsen. Die Vorzeichen für dieses Spiel standen allerdings erschreckend schlecht. Zum einen die völlig verdiente Niederlage am letzten Wochenende, dazu eine 1:7 Klatsche im Hinspiel und ein auf 12 Mann zusammengeschrumpfter Kader, in dem drei Spieler angeschlagen aufs Feld mussten. Die Devise vor dem Spiel war also eine zumindest kämpferische Wiedergutmachung für das Ergebnis in Wahnebergen und damit verbunden die Bude so lange dicht zu halten wie es möglich ist, um nicht ein weiteres Mal unter die Räder zu geraten.

Doch schon nach sechs Minuten schien diese Taktik gescheitert. Hülsen machte von Beginn an das Spiel und schon nach wenigen Minuten gelang ihnen per durchgestecktem Pass das 1:0. Ianski hatte im 1 gegen 1 das Nachsehen. Allerdings merkte man meinen Jungs an, dass ihnen das Spiel der Vorwoche zu schaffe machte und sie alles daran setzten wollten, diese Scharte auszugleichen. Der frühe Rückstand brachte sie nicht aus der Fassung und zunehmend gelang es besser, den stürmischen Bemühungen der Gastgeber Paroli zu bieten und eigene Nadelstiche nach vorne zu setzen, was zumeist gelang, wenn schnell über außen gespielt wurde.

Allerdings hätte es durchaus das 2:0 geben können, ein fälliger Elfmeter nach Foulspiel im Strafraum wurde nur deshalb nicht gegeben, weil vorher Abseits gepfiffen wurde. Dafür machten wir es auf der Gegenseite in der 15. MInute besser. Eine Ecke von Rouven lenkte Serhat überlegt an den zweiten Pfosten weiter, wo Lukas goldrichtig stand und aus kruzer Distanz den Ball ins Netz beförderte: 1:1!

Dabei sollte es nicht bleiben. Nur zwei Minuten später wiederholte sich der Ablauf in ähnlicher Manier. Rouven brachte einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie tief in den Strafraum der Gäste, Serhat verlängerte von links auf Hannes am langen Pfosten, Kopfball, Tor, 1:2!

Das Spiel nahm daraufhin munter Fahrt auf, mit Offensivbemühungen auf beiden Seiten, wobei mehr und mehr die Feldüberlegenheit an uns ging. Folgerichtig erhöhten wir in der 36. Minute auf 1:3. Lukas setzte sich im Laufduell auf der linken Seite hervorragend durch, flankte nach innen, wo Andi erst verpasste und Hannes dann überlegt flach verwandelte.

Mit diesem überraschenden, aber eindeutig verdienten Ergebnis ging es in die Pause. Dabei war uns klar, dass Hülsen in Durchgang zwei noch einmal richtig aufdrehen und für uns die Defensivarbeit zusehends schwerer werden würde. Der Mix aus angeschlagenen und wenigen Spielern bei uns und einem mit voller Bank ausgerüsteten Gegner, ließ wenig andere Schlussfolgerungen zu.

Wie erwartet entwickelte sich in der zweiten Hälfte eine Abwehrschlacht, bei der Hülsen immer wieder auf unser Tor drückte, während wir mit zunehmender Spieldauer die eigene Offensive komplett vernachlässigen und uns auf das Verteidigen konzentrieren mussten.

Zweimal in der regulären Spielzeit waren unsere Bemühungen allerdings vergebens. Erst rutschte in der 55. Minute ein langer Ball durch die Abwehrreihe und der gegenerische Stürmer konnte im direkten Duell gegen Ianski seine Klasse unter Beweis stellen. Dann verdeitigten wir etwa eine Viertelstunde später zu passiv am eigenen Strafraum, wobei dem Gegner zu viel Zeit für ein kluges Anspiel in den 16er blieb, wo der hülsener Stürmer Ianski aus kurzer Distanz keine Chance ließ.

An klaren Torchancen für die Gastgeber war dies jedoch fast alles, weil wir auf der letzten Rille spielend alles in die Waagschale warfen, um den einen, absolut verdienten, Punkt mit nach Hause zu holen.

Besonders bitter, dass die Entscheidung darüber nicht das Können des Gegners, sondern das Unvermögen des Schiedsrichters hatte. Konnte man sich in der ersten Halbzeit über die Leistung des Unparteiischen in keiner Weise beschweren, hatte es in Durchgang zwei unerklärlicherweise mehrmals Szenen gegeben, in denen wir klar benachteiligt worden waren. Damit hätte man noch leben können, nichts davon war weltbewegend, hinterließ nur ein Geschmäckle.

Doch die Entscheidung in der zweiten Minute der Nachspielzeit war nichts anderes als eine Frechheit: Bei einem hohen Ball an die Strafraumkante wurde Jonah von seinem Gegenspieler geschubst und stolperte dadurch in einen zweiten Gegner hinein. Völlig unverständlich, dass man dafür Foul für Hülsen pfeift, noch lächerlicher wurde es allerdings, als der Schiedsrichter das Geschehen, welches sich kurz vor dem 16er abspielte, in diesen verlegte und Strafstoß für Hülsen pfiff. Und um noch einen drauf zu setzen, begründete er seine Entscheidung damit, dass es in der ersten Halbzeit ja auch eine strittige Szene im 16er gegeben hätte! An dieser Stelle habe ich etwas die Contenance verloren und für mein Verhalten zu Recht eine gelbe Karte kassiert. Doch so um seine über 90 Minuten hart erkämpfte Leistung gebracht zu werden, ist einfach kaum zu ertragen.

Entsprechend bedient war auch meine Mannschaft nach dem kurz darauf folgenden Schlusspfiff. Doch die Leistung in diesem Spiel stimmte und man hat sich selbst überhaupt nichts vorzuwerfen. Und diese positive Einstellung muss nun in das letzte Spiel am Mittwoch in der nächsten Woche gegen Brunsbrock mitgenommen werden. Vor allem, weil es personell weiterhin schlecht aussieht.

Fußball 23.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Kein Einsatz, kein Biss, keine Punkte

Nach dem Sieg gegen Türksport in der Vorwoche, der mit den letzten elf spielfähigen Spielern erkämpft worden war, konnten wir schon am Freitag mit voller Kapelle bei Wahnebergen antreten. Siebzehn Mann umfasste der Kader für das Spiel und wir konnten fast in Bestbesetzung auflaufen.

Dementsprechend viel hatten wir uns vorgenommen. Der kleine Platz in Wahnebergen ist immer schwierig zu bespielen, vor allem wenn man den Ball laufen lassen möchte und Wahnebergen macht es den Gastmannschaften durch beherzten Einsatz zusätzlich schwer, Kombinationsspiel zu entwickeln.

Da uns dies alles, zusätzlich zur Wahneberger Spielweise mit vielen langen Bällen, bewusst war, sah der Plan für das Spiel so einfach wie effektiv aus. Die Gastgeber sollten schon in der eigenen Hälfte hoch angelaufen werden, um kontrollierte lange Bälle nach vorne zu verhindern und gegnerische Ballverluste zu provozieren, um tief in der gegnerischen Hälfte Chancen zu kreieren. Bei eigenem Ballbesitz in der Defensive sollte der Ball einfach und klar in den eigenen Reihen gespielt werden, vor allem Ballverluste in der eigenen Hälfte sollten vermieden werden.

Leider war schon nach etwa fünf Minuten klar, dass die Mannschaft nichts davon umsetzen würde. Statt uns lief Wahnebergen energisch an und verleitete uns dazu, den Ball meist lang nach vorne zu dreschen. Die postwendend zurückkommenden Bälle schenkten wir meist her, indem wir viel zu passiv blieben und den Gegnern genug Zeit ließen, die langen Bälle aus der eigenen Hälfte zu verarbeiten.

Es entwickelte sich über die gesamte erste Halbzeit ein Spiel, dass von weiten Bällen geprägt war, die Wahnebergen aber weit besser in Torchancen ummünzen konnte, weil sie aktiv zum Ball gingen und durch ihr Zweikampfverhalten deutlich machten, dass sie die Pille unbedingt haben wollten. Wir hingegen blieben seltsam passiv, fast so, als wenn wir den Ball gar nicht erobern wollten. Dazu kamen noch katastrophale Abspielfehler, die teils auf Unvermögen, teils auf dem ständigen Druck der Wahneberger beruhten.

So war es nur folgerichtig, dass die Gastgeber in der 17. Minuten völlig verdient in Führung gingen. Auf der linken Abwehrseite wurde schlecht verteidigt, sodass völlig unbedrängt geflankt werden konnte, in der Mitte wurde zwar geklärt, doch genau vor die Füße eines Wahnebergers, der dann trocken aus etwa 14 Metern flach ins linke untere Eck abzog.

Auch in der Folge blieb Wahnebergen am Drücker und so entstand das 1:1 in der 28. Minute wie aus dem Nichts. Rouven schlug von der linken Seite eine klasse Flanke an den zweiten Pfosten, wo Günni den Ball hervorragend per Direktabnahme in die Maschen drosch.

Wer allerdings jetzt geglaubt hatte, dass wir aufwachen und am Spiel teilnehmen würden, der sah sich getäuscht. Nur drei Minuten Später gingen die Gastgeber wieder in Führung. Erneut wurde auf der linken Abwehrseite schlampig verteidigt, sodass Wahnebergen aus kurzer Distanz zum Schuss kam, der dann auch noch dem ansonsten stark haltenden Ianski am kurzen Pfosten durchrutschte.

In der Halbzeitpause gab es einige klare Ansagen und der Auftrag von mir an die Mannschaft, sich in Durchgang zwei von einer anderen Seite zu zeigen.

Tatsächlich wurde es aber stattdessen sogar noch schlimmer, wenn das denn überhaupt möglich war. Über die gesamt Spielzeit der zweiten Hälfte hatte man das Gefühl, als wenn meine Jungs gar nicht an der Partie teilnehmen wollten. Keine Laufbereitschaft, kein Zweikampfverhalten, äußerst passive Raumaufteilung. Wir überließen Wahnebergen komplett das Feld und beschränkten uns darauf, den Ball hinten mehr oder weniger gut zu klären. Offensiv fanden wir quasi gar nicht mehr statt. Zwischendurch hätte man auch neun Hütchen auf den Platz stellen können, das wäre ein ähnlicher Anblick gewesen. Einzig Ianski zeigte wie in den Vorwochen eine gute Leistung und der eingewechselte Jonathan überzeugte kämpferisch vollauf.

Wahnebergen konnte seine Feldüberlegenheit jedoch lange Zeit nicht nutzen, sodass es bis in die Schlussphase hinein ein überraschend knappes Ergebnis blieb. Eine andere Mannschaft hätte an diesem Tag die Unzulänglichkeiten der Gastgeber im Abschluss vielleicht noch zu einem Ausgleichstreffer ausgenutzt. Wir jedoch nicht, dazu hätte man dies aber auch wollen müssen.

So dauerte es bis zur 86. Minute, dass Wahnebergen mit einem Kopfballtreffer nach einer Ecke den Sack endgültig zu machte. Der Sieg der Heimmannschaft war allerdings auch vorher nicht wirklich in Gefahr.

Mit Ausnahme des Hinspiels gegen Hülsen II, war das Spiel am Freitag gegen Wahnebergen die schlechteste Saisonleistung. Dies lässt bei gleicher Einstellung für den nächsten Sonntag nichts Gutes erwarten. Dann geht es nach Hülsen!

Fußball 16.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Das letzte Aufgebot erkämpft verdienten Sieg

Vier Mann waren von der Startaufstellung gegen Lohberg in der Vorwoche verblieben. Insgesamt waren noch elf Spieler der ersten Herren spielfähig, als es an diesem Wochenende gegen den Türksport Verden ging. Dermaßen dezimiert, mit zwei Spielern der zweiten Herren, dem Torwarttrainer Totti und mir auf der Bank, sollten gegen den Tabellendrittletzten trotzdem drei Punkte eingefahren werden.

Bei sommerlichen Temperaturen war von Anfang an klar, dass dieses Spiel körperlich äußert anstrengend werden würde. Taktisch war von daher vorgesehen, den Ball lange in den eigenen Reihen zu halten, Angriffe ruhig auszuspielen und das Spiel möglichst breit zu machen, um den Gegner ins Laufen zu bringen.

Dies gelang in der ersten Halbzeit nur bedingt, weil wir im Spielaufbau die Bälle zu schnell wieder verloren und das, obwohl der Gegner erst spät angriff und im Mittelfeld nur wenig Zugriff zeigte. Hier stand uns vor allem die eigene Nervosität und auch das Unvermögen einen sauberen Ball zu spielen im Weg. Dadurch erarbeiteten wir uns zunächst wenig Torchancen, während der Gegner im Laufe der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel kam und auch zwei-, dreimal gefährlich vor Ianski auftauchte, der jedoch jedes Mal hervorragend parierte und uns vor einem Rückstand bewahrte.

Der erste vernünftige Spielzug von uns offenbarte dann jedoch in der 42. Minute die Anfälligkeit der Gastgeber für direktes Passspiel. Nach einer schönen und schnellen Kombination über Rouven stand Günni frei vor dem gegnerischen Torwart und netzte souverän ein. 0:1, zu diesem Zeitpunkt recht schmeichelhaft, aber psychologisch immens wichtig.

Die Halbzeitpause stand dann ganz im Zeichen der Regeneration und dem festen Willen, in Halbzeit zwei vor allem unser Aufbauspiel gegen einen Gegner zu verbessern, der weiterhin viel Platz im Mittelfeld zuließ.

Die nächsten dreißig Minuten standen dann ganz unter dieser Prämisse. Wir fanden immer besser ins Spiel, ließen den Ball laufen und konnten beobachten wie der Gegner das Fußballspielen mehr und mehr einstellte. Diese Entwicklung war sicherlich dem Umstand geschuldet, dass wir gerade einmal zwei Minuten in Halbzeit zwei benötigten, um auf 0:2 zu erhöhen. Rouven hatte auf der linken Seite extrem viel Zeit, während der Marc von Höhe der Mittellinie in den Rücken der Abwehr zum langen Pfosten laufen konnte. Die Flanke kam dann perfekt und Marc verwandelte aus kurzer Distanz.

Wir erarbeiteten uns dann in der Folge noch weitere gute Chancen, während Türksport zwischenzeitlich zu bloßen Statisten wurde. Doch Lukas, Jonah, Günni und Marc konnten leider nicht erhöhen. Stattdessen ließen wir uns von der passiven Spielweise des Gegners etwas einlullen und kassierten in der 85. Minuten aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Vom rechten Strafraumeck zog der gegnerische Spieler einfach mal ab und ließ Ianski keine Chance. Dieser konnte nur zugucken wie das Geschoss im linken Kreuzeck einschlug.

Danach entwickelte sich eine recht hektische Schlussphase, in der der Gegner noch einmal Morgenluft witterte, während wir nur schwer aus der Lethargie der letzten Minuten herauskamen. Doch mit eisernem Willen und Leidenschaft verteidigten wir den Sieg. Wie anstrengend das Ganze war, konnte man nach dem Schlusspfiff beobachten, als meine Spieler völlig erschöpft zur Mitte trotteten. Aufgrund der gewonnenen drei Punkte jedoch mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Am Freitag steht dann das Rückspiel gegen Wahnebergen auf dem Programm, bei dem hoffentlich ein ganzer Schwung kranker und verletzter Spieler wiederkommt, damit wir die nächsten drei Punkte einfahren können.

Fußball 14.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Verdiente Niederlage, aber kämpferisch gute Leistung

Das letzte Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenprimus aus Lohberg stand von Anfang an unter keinen guten Vorzeichen. Auf insgesamt fünf Stammspieler mussten wir aus den unterschiedlichsten Gründen verzichten und eine Startelf auf den Platz schicken, die in dieser Konstellation vor der Saison wahrscheinlich niemand getippt hätte.

Damit war die taktische Marschroute gegen den Favoriten klar. Spät attackieren, dann die Räume eng machen und den Gegner nicht zur spielerischen Entfaltung kommen lassen. Nach vorne sollten dann immer wieder Nadelstiche mit weiten Diagonalbällen über die gegnerische Abwehr hinweg gesetzt werden.

So entspann sich zunächst ein munteres Spielchen, mit deutlicher Feldüberlegenheit für Lohberg. Die Gäste kamen dabei zwangsläufig zu einer Reihe guter Chancen, scheiterten allerdings häufig am eigenen Unvermögen oder der vielbeinigen Defensivreihe vor dem wieder stark agierenden Ianski.

Doch auch wir schafften es das eine oder andere Mal gefährlich vor das Tor der Gäste, vor allem weil die Lohberger Abwehrreihe so ihre Probleme mit hohen Bällen zeigte. Die beste Chance für uns hatte dabei Hannes, der einen Abpraller – nachdem der einem hohen Ball entgegeneilende Torhüter der Gäste mit einem Mitspieler zusammenrasselte – auf Höhe der Mittellinie aber knapp neben das Tor setzte.

Wir konnten dem Dauerdruck der Gäste mit unserer Spielweise lange standhalten und tatsächlich fiel auch dem Gegner über weite Phasen des Spiels wenig außer weiten Bällen ein, doch nach etwas mehr als einer halben Stunde war es dann soweit. Unsere Abwehr verlor die Ordnung und mit einem Fernschuss netzte Lohberg zum 0:1. Damit ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Für den zweiten Durchgang wollten wir an Intensität und Taktik nichts ändern und hofften mit drei Wechseln auch noch einmal neuen Schwung nach vorne bringen zu können.

Dies gelang uns etwa zehn Minuten sehr gut, dann fiel jedoch in einer kleinen Druckphase von uns das zweite Tor der Gäste. Ianski hielt einen Schuss der Lohberger gut, leider prallte der Ball einem völlig frei stehenden Spieler der Gäste vor die Füße, der dann nur noch aus kurzer Distanz einzuschieben brauchte, 0:2.

Danach verloren wir mehr und mehr die Ordnung, weil uns langsam, aber sicher die Kräfte verließen und innerhalb von zwölf Minuten stellte Lohberg auf 0:5. In der 68. Minute, zehn Minuten später und noch einmal in der 80. waren unsere Reihen nicht sortiert und Lohberg nutzte dies dann eiskalt aus. Hier zeigte sich, was passiert, wenn man ihnen die Räume zum Spielen gibt.

Damit fiel das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt aber eindeutig zu hoch im Vergleich zu unserer guten Leistung in der ersten Hälfte aus, weswegen es gut für die Seele war, dass Niels nach einer schönen Kombination über Kubi und Rouven in der 88. Minute noch den Ehrentreffer erzielte.

Grundsätzlich geht der Sieg der Lohberger vollkommen in Ordnung, auch wenn er vielleicht zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Unsere Leistung vor allem in der ersten Halbzeit war unter den Gegebenheiten jedoch absolut akzeptabel und sollte uns den nötigen Schub geben, am nächsten Sonntag bei Türksport wieder ein positives Ergebnis auf den Rasen zu bringen.

Fußball 05.05.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter, ein Punkt

Nach dem vom Ergebnis überzeugenden Sieg in Otterstedt kam am Samstag der Tabellennachbar Wahnebergen zum Nachholspiel an den Bettenbruch.

Um unsere Serie von fünf ungeschlagenen Spielen mit einer Ausbeute von 11 Punkten auszubauen, sollte gegen den SVW ein Dreier her. Vor dem Spiel am nächsten Sonntag gegen den Klassenprimus aus Lohberg auch ein kleiner Fingerzeig, dass man nicht kampflos die Punkte abgeben will.

Eingedenk der Spielweise der Wahneberger war die Taktik klar: lange Bälle durch frühes Stören unterbinden, die gegnerische Abwehr zu Fehlern zwingen und das eigene Aufbauspiel über die Außen laufen lassen, um den Verteidigungsriegel in grün zu bezwingen.

Für diese Art des Spiels ist es jedoch unabdingbar, dass man sich bewegt, die Gegner zustellt und Zweikämpfe annimmt. All dies ließen wir in der 1. Halbzeit jedoch komplett vermissen. Stattdessen leisteten wir uns katastrophale Fehler im Spielaufbau und ließen es durch unsere Passivität immer wieder zu, dass der Gegner gefährliche Bälle über unsere Abwehr schlagen konnte, die mitunter brandgefährlich wurden.

Nach einigen guten Chancen der Gäste, die wir durch Glück und Geschick verteidigen konnten, war es dann jedoch so weit. Ein langer Ball konnte nicht richtig geklärt werden, erst durch passives Kopfballspiel, dann durch ein fulminantes Luftloch des letzten Verteidigers, und der gegnerische Stürmer ließ Ianski im 1 gegen 1 keine Chance.

Unsere Angriffsbemühungen hingegen verebbten immer wieder schon im Mittelfeld. Mal waren es technische Mängel bei Ballan – oder weitergabe, mal fehlende Anspielstationen, die immer wieder zu Ballverlusten führten, obwohl auch Wahnebergen nicht wirklich energisch im Mittelfeld deckte.

Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis das 0:2 fallen sollte. Diesmal jedoch aufgrund einer katastrophalen Fehlerkette in den eigenen Reihen. Nach einem Flachabstoß von Piddy waren es nur die Wahneberger Mittelfeldspieler die energisch zum Ball gingen und ihn postwendend zu uns in die Hälfte beförderten. Dort stand der gegnerische Stürmer mutterseelenallein, weil das Abseits immer noch von Piddy aufgehoben wurde, der nicht schnell genug rausrückte. Einmal mehr war Ianski der Leidtragende, der im direkten Duell das Nachsehen hatte.

In der Halbzeitansprache wurden dann klare Worte gefunden - vom Trainer und der Mannschaft. An dieser Stelle hätte aber auch wirklich niemand mit der gezeigten Leistung zufrieden sein können. Zusätzlich wurde noch dreimal gewechselt. Die angeschlagenen Marc, Rouven und Günni sollten wenigstens für einige Minuten neuen Druck entwickeln.

Und tatsächlich begann die zweite Halbzeit von unserer Seite aus wie ausgewechselt. Wir standen nah an den Gegenspielern, griffen früh an und spielten die Bälle in die entstehenden Lücken. Sicherlich half dabei auch die Systemumstellung auf vier zentrale Spieler, sodass wir im Mittelfeld immer genügend Anspielstationen hatten.

Den ersten Teilerfolg brachte dann aber ein Standard. Rouven brachte einen Freistoß punktgenau über die Abwehr auf Günni, der den Ball gut mitnahm, direkt abzog und den Ball im Tor versenkte. Der Torwart war dabei machtlos, da seine Abwehr die Pille noch abfälschte. 60. Minute, nur noch 1:2.

Nur fünf Minuten später waren es wieder Rouven und Günni, die die Wahneberger Abwehr aushebelten. Nach einem langen Ball auf halbrechts, nahm Günni die Kugel mit und vollendete trocken ins lange Eck, 2:2.

Danach entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem zuerst wir, zum Ende der Partie wieder die Gäste noch gute Chancen hatten. Doch auf beiden Seiten scheiterten die Offensivspieler in den meisten Fällen an den gut agierenden Torhütern, die beide mindestens einmal mit einer „geisteskranken“ Parade ihre Mannschaft vor dem Rückstand bewahrten.

Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden mit leichten Vorteilen für die Gäste auf dem Papier und zwei gelbe Karten für Eule und mich, weil wir in der Schlussphase einen kleinen Disput mit dem Schiedsrichter hatten.

Nun geht es diese Woche mit einer leider wieder stark dezimierten Elf gegen den Tabellenführer aus Lohberg, bei dem schon ein Punktgewinn ein Riesenerfolg wäre.

Fußball 26.04.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Die Einwechselspieler machen den Dreier fest

Nach dem knappen Sieg gegen Thedinghausen vor zwei Wochen, hatte die Mannschaft erst einmal eine trainingsfreie Woche bekommen, um den vielen Erkrankten und Angeschlagenen die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen.

Leider ging der Plan nur bedingt auf, da uns Corona einen Strich durch die Rechnung machte, sodass auch beim Auswärtsspiel in Otterstedt wieder einige Spieler auf der Bank saßen, die nicht vollkommen fit waren.

Das Finden der Startelf gestaltete sich deshalb auch mehr wie ein großes Puzzle-Spiel, als dass es ausgefeilten taktischen Überlegungen oder Trainingseindrücken geschuldet war. Nichtsdestotrotz war die Ansage vor dem Spiel klar, ein Sieg sollte her.

Über die Motivation musste ich mir dabei keine Gedanken machen, zu tief saß noch die Enttäuschung über die unglückliche Niederlage im Pokalviertelfinale.

Taktisch unterschied sich die Aufstellung etwas von denen in den Vorwochen, einfach weil mir schlicht und ergreifend die zentralen Mittelfeldspieler ausgegangen waren. So wurde nach langer Zeit wieder mit einer Spitze und zwei Außenspielern angefangen, wobei die grundsätzliche Herangehensweise gleich blieb: Den Gegner hoch anlaufen, Ballverluste erzwingen und dann schnell umschalten und schnörkellos zu Torabschluss kommen.

Dies gelang uns in der ersten Halbzeit jedoch überhaupt nicht. Vor allem im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe nicht gut angenommen und so bekam Otterstedt den Platz, den sie brauchten, um ihre schnellen Außenspieler in Aktionen zu bringen. Mehrmals kamen sie so mit Flanken gefährlich vor unser Tor und nur dem unbedingten Willen der Verteidigung plus Torwart und dem Unvermögen des Gegners war es geschuldet, dass wir nicht in Rückstand gerieten.

Auf der anderen Seite kamen allerdings auch wir immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor, wobei vor allem Ecken das Mittel der Wahl waren, bei dem wir unsere Luftüberlegenheit jedoch nicht ausnutzen konnten. Einem Tor am nächsten kam dabei noch Steen, der nach einer Ecke am höchsten stieg, schön gegen die Laufrichtung des Torwarts köpfte, dessen Ball aber von einem Gegenspieler per Kopf von der Linie gekratzt wurde.

Ungefährlich blieb über weite Strecken der ersten Halbzeit hingegen unser Flügelspiel, weil die Außenspieler zu weit in der gegnerischen Hälfte standen und ihre Geschwindigkeit nicht ausspielen konnten. Etwas, das Otterstedt um Längen besser machte.

Erst in der 32. Minute schafften wir es einmal, den Ball aus der Tiefe auf dem Flügel ins Rollen zu bringen. Niels schnappte sich an der Mittellinie den Ball, überlief dann mühelos seinen Gegenspieler und flankte scharf vor das Tor, wo Timo zunächst verpasste, Serhat dann aber am langen Pfosten gekonnt einnetzte, 1:0.

Für die zweite Halbzeit war die Ansage in der Kabine dann klar: Intensiver in die Zweikämpfe, über außen mehr Aktionen der Außenverteidiger und variableres Stellungspiel der Offensivspieler. Dazu wurden Marc und Lukas eingewechselt, die neuen Schwung ins Spiel bringen sollten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte man sofort sehen, dass die Mannschaft mit neuer Energie aufs Feld kam, was schon nach nur drei Minuten belohnt wurde. Jonah eroberte vor dem Strafraum der Gäste den Ball, umkurvte einen Gegenspieler und schoss den Ball von rechts ins lange Eck. Allerdings war die Murmel durchaus haltbar, egal, 2:0 für uns.

Danach kam Otterstedt zu keinen nennenswerten Aktionen mehr und wir übernahmen komplett das Spiel. Dabei erarbeiteten wir uns eine Reihe guter Chancen, entweder über die Flügel oder nach Standards, doch vor allem Steen hatte an diesem Tag das Pech gepachtet und vergab einige Hochkaräter.

Besser machte es dann in der 61. Minute Marc. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Jonah, stand Marc am langen Pfosten völlig frei und köpfte den Ball überlegt ins Tor, 3:0. Zwölf Minuten später zurrte Lukas dann den Sieg fest. Scheerer schnappte sich auf der rechten Seite den Ball, ließ sehenswert zwei Gegenspieler alt aussehen und brachte dann den Ball vor das gegnerische Tor. Dort schoss Jonah dann aus kurzer Distanz den Torwart an, Marc legte den Abpraller überlegt rüber zu Lukas, der dann nur noch einschieben musste.

Und nur zwei Minuten später setzte es dann noch das 5:0. Nach einer Ecke von Jonah, der ein wirklich gutes Spiel machte, kam Janne an den Ball, den er dann ohne viel Federlesens wuchtig in den linken Winkel drosch.

Das Spiel war gegessen und beide Mannschaften wussten es. Bei meinen Jungs führte dies jedoch zu taktischen Auflösungserscheinungen, weil nun jeder treffen wollte und so liefen wir in der 77. Minute in einen Konter der Hausherren, den sie im eins gegen eins gegen Ianski sicher verwandelten. Dieser überflüssige Gegentreffer führte zwar nicht dazu, dass in den letzten Minuten noch Spannung aufkam, aber auf dem Feld wurde es innerhalb der Mannschaft noch einmal griffig.

Etwas, das man als Trainer in so einer Situation gerne sieht, weil es zeigt, dass die Mannschaft lebt und nicht damit zufrieden ist, wenn vor dem Abpfiff die Konzentration fallen gelassen wird.

Abschließend kann man sagen, dass der Sieg, vor allem mit Blick auf die zweite Halbzeit, auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung geht. Den Schwung und die Einstellung des zweiten Durchgangs müssen jetzt für das Spiel am kommenden Samstag mitgenommen werden, um den Tabellennachbarn Wahnebergen ohne Punkte vom Bettenbruch zu schicken.

Fußball 12.04.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Gute Leistung, unnötig spannend bis zum Schluss

Die Woche nach dem katastrophalen Spiel gegen Blender stand ganz unter dem Vorzeichen der Wiedergutmachung. Der unerklärliche Leistungsabfall in der zweiten Hälfte wurde aufgearbeitet und analysiert und im Training wurde gut gearbeitet. Leider war diese Woche aber auch eine Woche der Verletzungen. Insgesamt acht Ausfälle mussten im Vorfeld des Spiels gegen Thedinghausen kompensiert werden, dazu saßen noch vier angeschlagene Spieler auf der Bank, bei denen es nicht klar war, ob sie überhaupt würden spielen können.

Trotzdem hieß auch in diesem Spiel bei Anpfiff die Devise mutig vorne drauf zu gehen und den Gegner früh unter Druck zu setzen. Und gleich mit der ersten Aktion wurden wir dafür belohnt. Lasse eroberte tief in der Hälfte der Gegner den Ball, steckte sofort auf Jonah durch, der setzte sich gut durch und vollendete sicher, 1:0 nach etwa 30 Sekunden!

In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit wenigen Höhepunkten, beide Mannschaften kamen immer mal wieder gefährlich in die gegnerische Hälfte, scheiterten dann aber den jeweiligen Defensivreihen. Thedinghausen operierte dabei vor allem mit hohen, langen Bällen auf ihre schnellen Außenstürmer, während wir versuchten den Ball etwas mehr laufen zu lassen, um dann allerdings auch häufig über außen gefährlich zu werden. Vor allem Lukas hatte noch zwei gute Chancen, wobei er bei der zweiten den besser postierten Tamim übersah. Vom Pressing der Anfangsminuten war allerdings erneut für den Rest der Halbzeit wenig zu sehen, was mich an der Seite die Haare raufen ließ, denn der Gegner war unter Druck höchst Fehleranfällig, was wir nach der ersten guten Aktion aber nicht mehr auszunutzen wussten.

Etwa 30 Sekunden vor der Halbzeit dann aber noch eine wichtige Aktion für uns. Einen hohen Ball verlängerte Lukas auf Rouven, der legte sich den Ball noch einmal quer und schoss dann platziert ins rechte untere Eck. 2:0 für uns, doch dieser Ball war absolut haltbar.

In der Pause war die Marschroute klar: Den Gegner wieder unter Druck setzen und den Schwung des zweiten Tores mitnehmen. Gleichzeitig wurden die Jungs noch einmal daran erinnert, dass eine zweite Halbzeit wie in Blender absolut zu verhindern sei.

Diesmal hatten sie es kapiert. Wir gingen wieder früh drauf, attackierten den Gegner hoch und ließen in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit außer Standards und hohen Bällen nichts zu. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schickte Mathis Scheerer, der mittlerweile weiter vorne spielte, der nahm genau Maß und drosch den Ball in die Maschen, 3:0 für und nach 57 Minuten.

Eigentlich war das Spiel in dieser Phase der Partie gegessen. Wir bauten Druck auf, schossen das dritte Tor und der Gegner agierte zusehends ungenauer. Doch wie so oft verschafften wir dem Kontrahenten durch eigene Fehler wieder Aufwind. Nur acht Minuten nach dem 3:0 ging Hannes etwas unglücklich in den Zweikampf - Elfmeter. 3:1, Thedinghausen schnupperte Morgenluft. Zwar konnten wir die folgenden Angriffe zumeist gut abwehren, mittlerweile jedoch zu häufig auf Kosten einer Ecke oder eines Foulspiels.

Daraus resultierte dann in der 85. Minute auch der Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß will Steen klären, schießt den Gegenspieler an und vom diesem prallt der Ball in unser Tor. Allerdings verloren wir diesmal nicht die Nerven und spielten weiter passsicher nach vorne. Nur drei Minuten später stand Marc nach einer feinen Kombination über Lukas und Jonah völlig frei vorm Tor, 4:2.

Ausruhen konnten wir uns trotzdem noch nicht. Nach einer Ecke für uns, verloren wir dumm den Ball, die Gegner spielten den Konter schnell aus und erzielten freistehend vor Ianski das 4:3. Vorbei war dann immer noch nicht. In der Schlussminute bekam Thedinghausen noch einen Freistoß in Straufraumnähe, in diesem Spiel immer gefährlich für uns. Diesmal konnten wir jedoch klären, Jonah nahm den Ball auf und stürmte allein auf das leere Tor der Gäste zu. Allerdings sah er nicht, dass der Torwart für den Freistoß mit nach vorne gekommen war und verpasste das sichere Tor. Zum Glück für meine Nerven hatte der gute Schiedsrichter dann ein Einsehen und beendete die Partie.

Der Sieg geht aufgrund der Leistung meiner Jungs völlig in Ordnung, die unnötige Spannung in der Schlussviertelstunde hätten wir uns aber sparen können. Jetzt geht es nach der Osterpause nach Otterstedt, wo wir nach dem unglücklichen Pokalaus noch eine Rechnung offen haben.

Fußball 05.04.2022 von Joern Liegmann

1. Herren: Nach gutem Beginn führt ganz schwache Leistung zu glücklichem Unentschieden

Im Vergleich zum siegreichen und spielerisch-tatktisch hervorragenden Spiel gegen Riede II in der Vorwoche gab es keinen Grund für Änderungen, weswegen wir mit derselben Startelf zum Schlusslicht nach Blender fuhren. Die Marschroute vor dem Spiel war klar, die gleiche Leistung in allen Belangen wie am vorigen Sonntag abrufen und drei wichtige Punkte mit nach Hause nehmen.

Und schon in der ersten Minute schien es, als hätte die Mannschaft verstanden, worum es geht: Direkt nach dem Anstoss eroberte Rouven am gegnerischen 16er den Ball, setzte seinen Schuss dann jedoch neben den langen Pfosten. In den folgenden zwanzig Minuten setzte es durch starkes Pressing mehrere weitere gute Chancen, doch vor allem Rouven fehlte diesmal Glück und Können im Abschluss.

Danach ließen wir es etwas ruhiger angehen und auch Blender kam zu einigen gefährlichen Vorstößen, die jedoch zumeist unterbunden werden konnten, bevor auf das Tor von Lukas geschossen werden konnte. Kurz vor der Halbzeit kam dann Kubi noch zweimal einen Tick zu spät an einen langen Ball, um diesen kontrolliert auf das gegnerische Tor zu bekommen.

Für die zweite Halbzeit sollte der Druck wieder erhöht werden, um endlich das verdiente Führungstor zu erzielen, doch was dann folgte, war nicht mehr und nicht weniger als eine Frechheit. Von Beginn des zweiten Durchgangs an überließen wir dem Gegner komplett das Feld, zogen uns unerklärlicher Weise tief zurück und schafften es überhaupt nicht mehr, Druck auf den ballführenden Spieler aufzubauen. Von Geleitschutz zu reden, wäre bei diesem Zweikampfverhalten noch schmeichelhaft. Dazu kamen mehr und mehr individuelle Fehler, die zu zum Teil haarsträubenden Ballverlusten führten. Dies eröffnte Blender immer wieder gefährliche Momente, die entweder im letzten Moment von der Abwehr oder Lukas entschärft werden konnten. In der 80. Minute jedoch nur noch durch regelwidriges Eingreifen. Nach einem vermeidbaren Ballverlust im Mittelfeld wurden zwei Blenderaner in Richtung Tor geschickt und Tjarde konnte nur noch mit einer riskanten Grätsche versuchen zu klären. Der Schiedsrichter entschied auf Foulspiel und damit einhergehend auf Rot als letzter Mann.

Trotzdem sah es für die letzten zehn Minuten nach einem 0:0  in einem schlechten Spiel aus, als Blender, begünstigt durch einen Torwartfehler in der 89. Minute das 1:0 erzielte. Einen langen Ball ließ Lukas prallen, die Abwehr schaute zu und der Gegner bedankte sich aus kurzer Entfernung.

Trotz der miserablen zweiten Halbzeit wurde dann jedoch nicht aufgesteckt und noch einmal alles nach vorne geworfen und nach einem scharfen Freistoß Rouvens in Höhe der Eckfahne, bugsierte ein Blenderaner den Ball in das eigene Tor.

Ein insgesamt gerechtes in seinem Verlauf aber doch etwas glückliches Unentschieden nehmen wir nun aus Blender für das nächste Spiel gegen Thedinghausen mit. Nach diesen zwei absolut gegensätzlichen Spielen gegen den Tabbelndritten und das Schlusslicht ist nun am kommenden Sonntag die Mannschaft in der Pflicht zu entscheiden, welches Gesicht sie auf lange Sicht zeigen möchte.

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